Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, ist die Schreiberei auf dieser Seite hier vorbei. Mir war nach knapp fuenf Jahren einfach mal nach einem Neuanfang, wenigstens optisch. Denn sonst bleibt eigentlich alles beim Alten.
Die neue FrauBlauAufPauli (oder unterwegs) findet ihr unter folgendem Link, ich hoffe wir sehen uns da drueben!
Der Balkon ist da. Seit Mittwoch. Und nur knapp fünf Monate zu spät. Die Mieterhöhung war für den 1. Januar angesetzt. Aber gut, wir wollen nicht meckern. Dafür wurde er früh morgens mit einem dramatisch schönen orangen Kran (s. Bild) über die Häuserdächer angeliefert. Da ist er nun. Freude. Geschätzte 8 qm groß.
Am Abend wunderte ich mich dann aber doch über die Installation: wie jetzt, kein Geländer? Und das im dritten Stock? Ist das nicht ein bisschen, ähm, gefährlich? (Dazu muss ich erwähnen, wir lebten nun bereits einige Monate mit einer bodentiefen Tür, die von der Küche aus ins Nichts führte, da die davorsitzende Absperrung bereits entfernt (ehem. sog. französischer Balkon), aber noch kein Balkon angebracht wurde (Stichwort: sich verzögernde Baumaßnahmen). Etwas gefahrenerfahren waren wir also schon. Es ist niemand raus- oder runtergefallen in der Zeit. Jedenfalls nicht, dass wir davon wüssten. Es fehlt niemand in der WG und im Freundeskreis). Na gut, stabil sieht er aus und ist groß, das Geländer kommt sicher morgen, denke ich mir. Abends dann WG-Freuden-Plenum zum Thema "Balkon", doch sofort tauchen erste Fragen auf: wieviele Leute dürfen da eigentlich drauf? Gute Frage, fragen wir doch am besten mal die Bauarbeiter, wenn sie jemand erwischt.
Und Bingo: das Geländer kam dann morgen. Also gestern. Am Donnerstag.
Ah, die Handwerker sind noch da und schrauben rum, schnell mal fragen wieviele Leute da drauf dürfen:
ich: wieviele Leute dürfen eigentlich auf den Balkon, so, gibt´s da ´ne Höchstlast? baui: Nö, soviel wie drauf passen. Das kann der. ich: Joa, und wenn hier so dreissig Leute…? baui: Das schafft ihr nicht. ich: Sie kennen unsere WG nicht. Wir schaffen das. baui: Ja, na gut, also, das ist egal, das kann der. ich: Ok, danke. baui: Aber hey, ihr dürft da sowieso noch nicht drauf. ich: Hä, wieso das denn? baui: Der ist noch nicht freigegeben. ich: Ja, warum denn, der ist doch fertig jetzt? baui: Weil der Handlauf fehlt. Also, der Balkon ist noch nicht freigegeben. ich: Ja, und wann wird der freigegeben, also wann kommt der Handlauf? baui: Nächte Woche irgendwann. ich: Oha. Und wir haben doch WG Party am Wochenende. baui: Ja, aber ohne Balkon. ich: Na danke. baui: Joa, kein Problem.
Balkon, ohne Balkon also. Grrr. Na, Geduld ist ja bekanntermassen auch eine Geisteshaltung, und die konnten wir in den letzten Monaten bereits reichlich trainieren. Wir üben weiter! (oder eröffnen den Balkon einfach trotzdem, ziviler Ungehorsam zu Hause oder so ;)
Nachtrag Freitag: Heitererweise kommt jetzt noch Folgendes hinzu, was wir gerade bemerkten: Der Balkon ist schief! Zum Glück hat es heute vormittag geregnet, sonst hätten wir das erst wieder viel später bemerkt: dort, wo der Abfluss ist, fliesst das Wasser definitiv nicht ab, sondern steht an der anderen Seite eine doch ganz ordentliche Pfütze. Bauarbeiterkommentar dazu: Joa, dann brauchen wir den Abfluss ja gar nicht erst anzuschliessen, das macht dann ja keinen Sinn.
Oh, Alltag, ich danke dir für dein unendliches Schauspiel.
Na endlich wieder was Frisches von den Beastie Boys, und was!! Das neue Album Hot Sauce Committee Part II hält pünktlich zum gefühlten Sommeranfang einzug ins Gehör und gefällt mir mal wieder richtig gut. Es wird mich auf jeden Fall in der nächsten Zeit öfter begleiten.
Ein wenig Befürchtung gab es vorweg, ob die Jungs "es" noch können, doch die Sorge war unbegründet: sie können´s noch und sind fresher than ever. Sie schaffen es tatsächlich, sich immer wieder neu zu erfinden und bleiben sich dabei dennoch treu.
Das Album kann man online kostenlos hier anhören, kaufen ist selbstverständlich auch erlaubt:
Passend zum Album gibt es ein neues, nun ja, Musik-Video. Doch es ist wesentlich mehr als das, kunstvoll, kurzweilig und außerdordentlich lustige 29 Minuten sind das, die sich wirklich lohnen:
To all my native english-speaking friends, but not reduced to, this video by the Guardian shows how other - alternative - soccer fan-clubs see the fan culture of the FC St Pauli, "a socialist football club". It may help you to get a good impression of what´s going on here:
Es führt kein Weg daran vorbei. Zu der Situation in Japan muss ich mich äußern bevor es hier weitere Beiträge gibt, denn das Ganze ist äußerst bedrückend, aufwühlend und mir fehlen die Worte angesichts dieser schrecklichen Katastrophen. So viel Leid bricht über Menschen herein, dass es für nicht Betroffene kaum vorstellbar ist. Den Betroffenen gehört unser Mitgefühl und unsere Unterstützung. Die Region, die Natur wird auf Zeiten, die keiner vorhersagen kann, zerstört. Im Rest des Landes herrscht aufgrund zweier Naturkatastrophen unvorstellbares Leid. Die politische Seite der Katastrophe ist der atomare Super-Gau. Einen absoluten Superlativ noch zu steigern ist sowieso schon zynisch oder perfide, da weiß ich nicht mal welches Wort besser passt. Ich habe mir seit bekanntwerden der Nachrichten am Freitag morgen große Sorgen gemacht. Diese waren leider berechtigt. Zwei Tage und Nächte konnte ich kaum schlafen und habe alle möglichen Nachrichtenstreams abgegrast. Dann konnte ich nicht mehr. Ich bin sehr wütend über die Informationsverbreitung und Wankelmütigkeit (nicht nur unserer) Politiker. Der Karren muss also immer erst gegen die Wand gefahren werden, bevor etwas passiert. Es scheint ein Naturgesetz menschlichen Handelns zu sein. Nun werden 7 Meiler in Deutschland offline genommen, waren die nicht vor wenigen Wochen noch unersetzbar? Jeder, der Tschernobyl bewusst mitbekommen hat, fühlt sich an diese schreckliche Zeit erinnert. Warum musste es erneut so weit kommen? Menschen vergessen eben allzu gerne. Und schnell. Mehr und mehr werde ich zum Wutbürger und ziehe meine Schlüsse. Wer weiß was noch alles passieren wird in Fukushima, wer weiß wann endgültige Wahrheiten ans Licht kommen. Eine schreckliche Katastrophe ist und bleibt es. Und sie geht uns alle an. Was ich dem geneigten Leser raten möchte: informiert euch gut, informiert euch möglichst breit gefächert und hintergründig, hinterfragt kritisch und unabhängig. Denn dass es so nicht weiter geht, das hat wohl hoffentlich nun jeder begriffen. Partizipiert, kreiert, gestaltet eure Umwelt und Lebensbedingungen, bildet euch eine Meinung, sagt und zeigt diese und kriegt den Arsch hoch vom Sofa oder Rechner. Oder stellt wenigstens dort etwas schlaues an, wie z.B.: Ein bisschen Strom sparen oder gleich den Anbieter wechseln! http://www.atomausstieg-selber-machen.de/ Wer ein paar Euro entbehren kann, spendet halt was: http://de.betterplace.org/ Oder unterzeichnet die ePetition gegen Atomstrom: (übrigens eines der einfachsten demokratischen Mittel zur Partizipation, einmal anmelden und zack! jetzt gibt's keine Ausrede mehr): http://sofort-abschalten.de/ oder diese http://www.avaaz.org/de/ausstieg_jetzt Oder ihr kommt zu einer der zahlreichen Demonstrationen und Mahnwachen in den nächsten Tagen in ganz Deutschland, besonders Samstag: http://www.ausgestrahlt.de/
Danke.
Denn stell dir vor, es ginge dir gerade schlecht. Wir sind alle nur Menschen und sollten uns gegenseitig helfen, wenn wir können. Und ja, im Rest der Welt passiert auch viel. Auch das sollten wir nicht vergessen. Und wem es etwas besser geht, der kann ja wohl auch mal helfen.
Atomkraft ist durch den Menschen nicht beherrschbar. FUCK OFF ATOMSTROM.
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Wer sich selbst informieren möchte, dem kann ich hier einige Quellen empfehlen:
Linksammlung: http://ansnuclearcafe.org/
staatliches Fernsehen Japan, Live auf englisch übersetzt: http://www3.nhk.or.jp/nhkworld/
Guardian: http://www.guardian.co.uk/
Reuters: http://de.reuters.com/
Cnn: http://edition.cnn.com/
Telepolis: http://www.heise.de/tp/
Die Zeit: (gibt auch eine App für unterwegs, die Push-Nachrichten erreichten einen dort ziemlich schnell): http://www.zeit.de/index
Oder geh´ auf http://twitter.com/ und suche nach Nachrichtenagenturen oder Schlagwörtern, die gerade relevant sind - schneller geht es nicht! Doch Vorsicht, die Nachrichten/Tweets sind oft nicht verifiziert. Fernsehen ist gemessen an der Nachrichtenschnelligkeit, die im Netz herrscht, eher ein langsames Medium, Es schadet aber sicher auch nicht, dort mal reinzuschauen.
Und natürlich alle anderen "klassischen" Medien, wie Zeitung oder Radio.
Es fehlen sicher noch einige Links und Kanäle, aber fürs erste ist das wohl ausreichend.
Das, was da am Mittwoch Abend um 20.30 feststand, war wirklich historisch: ein Auswärtssieg beim sogenannten Vorstadtverein. Der erste Sieg seit 33 Jahren für unseren kleinen, grundsympatsichen Stadtteilverein! Großartig! Bereits beim Hinspiel im letzten Jahr führte der magische FC gute 7 Minuten lang, und das Spiel endete unentschieden. Diesmal konnte die Führung über eine wesentlich längere Strecke aufrecht erhalten werden. Danke Asa für das Tor, Danke Bene für dein Herzblut, Danke Stani für dein Vertrauen in die Mannschaft, Danke St. Pauli, ich liebe dich und diesen Stadtteil!
Und ich wil jetzt hier nix von Modefans hören, klar gibt´s die. So ist es eben. Gibt´s auch woanders.
Denn von Gehässigkeiten jedweder Art - egal ob mental, verbal oder sonstwie geartet - halte ich gar nichts, jeder Verein hat seine Berechtigung und seine Ahnänger. Außerdem bin ich militanter Pazifist, und wer Bengalos zündet dem fehlt sowieso einiges, auf so ein Diskussionsniveau begebe ich mich gar nicht erst herab. Lasst uns doch lieber von Toleranz sprechen (auch wenn es manchmal schwerfällt), und sie leben, hier vielleicht ein ganz guter Beweis: ich lebe mit einem HSV-Fan zusammen. Friedlich.
Und wer die bessere Mannschaft an dem Abend war (spielerisch), ist auch relativ klar,
aber wenn sie es dennoch nicht schafft, ihre Chancen umzuwandeln so
sagt das ja auch schon viel aus.
Leute, fasst euch alle mal an den eigenen Kopf (denn genau da sollte es sitzen, euer Hirn), es geht hier um Spohort! Und was ist eine Grundregel sportlichen Verhaltens? Richtig, Fairness. Also sollten wir alle uns dementsprechend verhalten, auch wenn die Emotionen einmal hochkochen. Kleine Sticheleien sind ja mal in Ordnung, doch keiner von uns hat eine Möglichkeit, irgend etwas an diesem Ergebnis zu ändern, warum also unfair werden? An mein imaginäres Gegenüber: Wenn du was ändern kannst, dann tu es doch, wechsel dich ein, werd Sportdirektor, kauf dir nen Spieler, einen Verein oder die Tagespresse in deiner Stadt, aber hör auf, Gewalt anzuwenden und andere Menschen zu bedrohen. Ihr wisst, wer gemeint ist.
Dennoch kann all das meine Freude am Spielausgang nicht beeinflussen, wuhuuu, was war das für ein Abend! Später gab es dann noch den Derby-Dance in der Cobra-Bar mit DJ Killah und vielen Bekannten, sogar der Bruder ist extra aus Lübeck angereist und war vorher live beim historischen Ereignis in dieser Arena dabei. Toll.
Irgendwo habe ich gestern einen Spruch gelesen: wer Anhänger welchen Clubs ist, wird man in der Hansestadt in den nächsten Tagen am Gesichtsausdruck erkennen.
Korrekt!
:)
Und jetzt: viel Erfolg in Dortmund, FC!
Und hier geht´s zum Online-Shop, wo man ein Shirt oder Pulli mit obigem Aufdruck bekommen kann.
In den letzen Wochen habe ich viel über ein Nischengericht gelernt. Gutes Essen interessiert mich schon lange, wer mich kennt weiß das. Nun hat es sich ergeben, dass ich einen Tag in der Woche auf dem Weihnachtsmarkt Santa Pauli aushelfe (wo auch sonst?). Zwei Freunde von mir machten sich vor einem Jahr selbstständig mit den Elbwaffeln. Das mutige Experiment dauert nun schon ein Jahr und ich bewundere die Beiden und habe großen Respekt vor ihrer Leistung. Auch ihnen sind gute Lebensmittel und leckeres Essen eine Herzensangelegenheit, wie ich feststellen konnte.
Außerdem haben sie den schönsten Stand auf dem ganzen Weihnachtsmarkt:
Mit Liebe eingerichtet, bis ins kleinste Detail stimmt alles (als Perfektionistin passt mir das ja sehr gut) und so möchte ich einmal Werbung machen für die leckersten Waffeln, die es in ganz Hamburg (laut O-Ton von belgischen Besuchern sogar besser als die original Waffeln die es in Belgien) zu kaufen gibt. Es gibt Lütticher Waffeln (auf Hefeteigbasis, die wir hier aber nicht verkaufen) und klassische Brüsseler Waffeln auf Eierteigbasis und mit Tiefgravurmuster, da passt ordentlich Sauce rein ;) Die gibt´s also bei uns. Die Waffel hat genauso viel Teig wie ein Crêpe, sieht aber größer aus, wie ich finde, und führt immer wieder zu erstaunten Gesichtern bei den Kunden. Ach nee, genau soviel wie?? Hm, ja, gut, das hätte ich ja nun nicht gedacht, interessant. Übrigens kam sogar der Bruder extra aus Lübeck angereist für die Waffeln weil ich so davon schwärmte. Er und Freundin sind einhellig der Meinung, der Weg hat sich gelohnt. Also, Hintern hoch und raus zum Weihnachtsmarkt auf dem Spielbudenplatz (gerne unter der Woche, da ist wesentlich weniger los und man hat auch einmal Zeit für einen Plausch). Auch sonst ist es einer der sympathischsten Märkte in HH zu dieser Jahreszeit. Ja, hier kommt man noch ohne Dauergequetsche über den Platz und viele Buden haben regionalen Bezug, sind also im Stadtteil ansässig mit kleinen Geschäften. Doch davon überzeugt ihr Euch am besten einmal selbst. Täglich von 17 bis 23 Uhr, am Wochenende noch eher und noch länger. Wir freuen uns auf Euren Besuch! Hier ein paar Appetitanreger, oder wie wir am Stand sagen: Referenzwaffeln!
Der verführte Apfelstecher:
Und mein persönlicher Favorit, die Rotlichtferkelei:
Das hier ist mein privates Weblog. Kontakieren kann man mich am besten per Mail:
bluebubble42 at gmail dot com
Trotz sorgfältiger Prüfung externer Links, auf die hier manchmal verwiesen wird, habe ich mit deren Inhalt rein gar nichts zu tun.
Alle Fotos, die hier erscheinenen, unterliegen meinem eigenen Copy-Right, da ich die alle selbst geschossen habe, oder sie Freunden gehören, von denen ich die Genehmigung habe. Vor Weiterverwendung bidde einfach kurz Fragen. Sollte sich doch einmal ein Fehler eingeschlichen haben oder es gibt sonst etwas zu beanstanden, wendet Euch bitte zuerst an mich, und nicht an einen Rechtsanwalt. Dafür wäre ich Euch sehr dankbar. Das macht die Welt ein Stück besser. Man muss ja auch einmal überlegen, in was für einer Welt man leben will, nicht?